Vom BHK-Marsch zum Glonn­ta­ler Traum – die Entstehungsgeschichte

Bern­hard, Robert und Flo­ri­an Mot­tin­ger im Interview

Wie seid ihr auf die Idee gekom­men, einen eige­nen Marsch zu komponieren?

Flo­ri­an: Die Idee hatten wir recht spon­tan. Wir waren im Urlaub in der Stadt spa­zie­ren und auf einmal kam jemand von uns (ich weiß gar nicht mehr wer) auf die Idee: “Hey wir könn­ten einen Marsch kom­po­nie­ren.” Eigent­lich war es nur Spaß, aber irgend­wie haben wir dann spon­tan gefun­den: “Ja, das machen wir jetzt.” Das Jubi­lä­um der Blas­mu­sik war dann der per­fek­te Anlass dafür.

Hattet ihr irgend­wel­che Vor­ga­ben bzw. was war die Grundidee?

Robert: Das erste, das man sich über­le­gen muss sind Dinge wie die Tonart (so ein Marsch hat drei Ton­ar­ten, unse­rer sogar vier), welche Bestand­tei­le und welche Takt­art der Marsch haben soll. Auch die Art des Mar­sches, also ob es z.B. ein Stra­ßen­marsch oder ein Kon­zert­marsch wird, muss man festlegen.

Beson­ders war auch, dass wir ja eine Jugend­blas­mu­sik im Ort haben und der Marsch sollte nicht nur für die Älte­ren Musi­ke­rin­nen und Musi­ker zu spie­len sein. Wir haben des­halb dann eine leich­te­re Ver­si­on für die Jün­ge­ren erstellt, damit die auch mit­spie­len können.

Ihr habt den Marsch zu dritt kom­po­niert – wie habt ihr euch das auf­ge­teilt? Und wart ihr euch auch mal nicht einig?

Bern­hard: Zu dritt schrei­ben ist gar nicht so ein­fach, gerade wenn man wie wir räum­lich auch ziem­lich ver­teilt ist. Das heißt, wir haben am Anfang ein­fach mal Ideen gesam­melt und diese uns gegen­sei­tig vor­ge­stellt. Und dann ist das Stück in vielen Feed­back­schlei­fen ganz orga­nisch entstanden.

Flo­ri­an: Wir waren uns ins­ge­samt meis­tens und gerade bei dem grö­ße­ren Dingen in der Regel immer einig. Bei Klei­nig­kei­ten muss man ein­fach mit­ein­an­der reden und sie auch ein­fach mal sacken lassen und noch eine Nacht drüber schlafen.

Was war für euch am schwierigsten?

Bern­hard: Ganz klar: Ideen­fin­dung oder sich einig werden, das sind alles Dinge, mit denen man umge­hen muss. Aber was uns am Ende dann wirk­lich über­rascht hat, ist, dass die letz­ten 20 % echt noch mal ordent­lich viel Arbeit sind, um alles per­fekt hinzubekommen.

Wie seid ihr auf den Namen gekommen?

Robert: Wir waren kurz nach der Fer­tig­stel­lung mit der Blas­mu­sik auf Orches­ter­fahrt und bis dahin hatte der Marsch nur den Arbeits­ti­tel “BHK-Marsch”. Auf der Fahrt durf­ten alle Musi­ke­rin­nen und Musi­ker ihre Namens­vor­schlä­ge auf einen Zettel schrei­ben und für andere Vor­schlä­ge abstim­men. Und so fiel die Wahl ganz demo­kra­tisch auf “Glonn­ta­ler Traum”. Das ist natür­lich total cool, weil sich somit alle mit diesem Marsch iden­ti­fi­zie­ren können – es ist wirk­lich der Marsch der Blas­mu­sik Hohenkammer.

Wie war es, den Marsch das erste Mal in der Probe zu spielen?

Flo­ri­an: Das erste Mal den Marsch in der großen Runde spie­len, das war ein­fach unbe­greif­lich schön. Denn wir haben lange daran hin­ge­ar­bei­tet und Sachen ver­wor­fen und noch­mal neu gemacht und so weiter. Dann das Ganze das erste Mal hören, das war ein­fach ein schö­nes Gefühl. Wir waren auch erleich­tert waren, denn bis dahin kann­ten wir den Marsch nur im Noten­schreib­pro­gramm und es war schon noch span­nen, wie er sich dann live anhö­ren wird.

Wie gehts weiter? Wollt ihr noch wei­te­re Stücke komponieren?

Robert: Wir hatten sehr sehr viel Spaß, so einen Marsch zu kom­po­nie­ren. Und aus den Ein­rei­chun­gen von der Orches­ter­fahrt sind noch ein paar gute Titel-Vor­schlä­ge dabei. Wer weiß, viel­leicht warten da ja noch einige Pro­jek­te auf uns. An Titeln fehlt es uns auf jeden Fall nicht.