Das Jubi­lä­ums­jahr 2026

   

Neu­jahrs-Sere­na­de 2026

Eine Blas­mu­sik für alle Fälle

Mit der fest­li­chen Jubi­lee Fan­fa­re von Franco Cesa­ri­ni eröff­ne­ten wir nicht nur die Neu­jahrs-Sere­na­de, son­dern zugleich unser Jubi­lä­ums­jahr 2026. „Zwan­zig Jahre Blas­mu­sik in Hohen­kam­mer - das ist ein Grund zum Feiern!

Du Kilian, wieso san mir in einem Schrank?“ - „Wieso ned? Is doch ganz gmi­at­lich. I find’s super!“ - „Wos gmi­at­lich?! Sau eng is! Und es riecht nach Mot­ten­ku­geln!
Unser Mode­ra­to­ren-Duo Mela­nie Lech­ner und Kilian Fetsch hatte ein klit­ze­klei­nes Pro­blem: Eigent­lich soll­ten sie sou­ve­rän durch die Neu­jahrs-Sere­na­de führen. Doch irgend­wie hatten sie die Vor­be­rei­tung ver­säumt. Melli: „Mei mir gangen jetzt do ausse und dann wird uns scho wos ein­fal­len. Hod doch die letz­ten Jahr a super funk­tio­niert.

Nach­dem die beiden die Bühne betre­ten hatten, stell­ten sie fest, dass 20 Jahre Ver­eins­ge­schich­te ein gewal­ti­ges his­to­ri­sches Erbe sind - und dass man eigent­lich ein Geschenk bräuch­te, denn „schließ­lich hams ja quasi Geburts­tag!“. An Ideen man­gel­te es nicht: Ein Fress­korb stand kurz im Raum, wurde jedoch rasch wieder ver­wor­fen - schließ­lich wissen alle, wie viel Leber­käs, Roll­bra­ten und Weiß­würs­te die Musi­ker im Laufe ihres Musikerle­bens ver­drü­cken. Hoch im Kurs lagen statt­des­sen ein paar Schuhe - natür­lich nur sym­bo­lisch, schließ­lich “tanzt” die Kapel­le gefühlt auf jeder Hoch­zeit. Und genau dazu passte dann auch das nächs­te Stück, die Ouver­tü­re zur Oper Die ver­kauf­te Braut.

Öha wos is jetzt des? Jetzt brennt a no unser Ver­steck ab!“ Unsere beiden Mode­ra­to­ren bemerk­ten, dass ihr Schrank zu damp­fen begon­nen hatte und fanden einen Zettel mit der Auf­schrift „Bediengs­an­lei­tung Zeit­ma­schi­ne Modell Schrank“. Die Ret­tung! Ein­fach in der Zeit zurück­rei­sen und die Mode­ra­ti­on neu begin­nen! Der Schrank nahm dann auch ordent­lich Fahrt auf - beglei­tet von Nebel und Rauch - und spuck­te das Duo mitten im Bier­gar­ten des Schlos­ses aus. Was wollte ihnen der Schrank damit wohl sagen? Viel­leicht, dass Heimat und Gemein­schaft wich­tig sind? Und wo ließe sich dieses Gefühl besser erle­ben als in einem Bier­gar­ten? Ganz im Sinne dieser baye­ri­schen Gemüt­lich­keit ver­wan­del­ten die Musi­ker anschlie­ßend den Klas­si­ker “Böh­mi­scher Traum” in den sprit­zi­gen Mix Bohe­mi­an Tequi­la.

Die Reise ging weiter „back to the roots“: Alte Glonn­bo­ten-Aus­ga­ben zeig­ten, wie inter­na­tio­nal die Kapel­le schon immer war - sogar a Öster­rei­cher (“da Wiener”) is dabei. Diese Viel­falt spie­gel­te sich im Werk North and South, bekannt aus “Fackeln im Sturm”. Nach einem Abste­cher zur tur­bu­len­ten Fah­nen­wei­he mit Bier­bank und Trach­ten-Fach­sim­pe­lei wid­me­te sich die Kapel­le der baye­ri­schen Lebens­art: Probier’s mal mit Gemüt­lich­keit. Kilian: „Des is! Gemüt­lich­keit!“ Melli: „Ja aber ned bloß die Musi ansich. Gmi­at­lich­keit is doch no vui mehra! … dass ma sich für andere Zeit nimmt … und a Takt­ge­fühl für den ande­ren auf­bringt.

Beim nächs­ten Aus­stieg aus dem Schrank stan­den die beiden am Krie­ger­denk­mal wäh­rend des Volks­trau­er­tags - ein Hin­weis darauf, dass Blas­mu­sik über das Jahr auch bei erns­ten und trau­ri­gen Anläs­sen einen wür­de­vol­len Rahmen gibt. Dazu erklang der Trau­er­marsch aus dem Saul-Ora­to­ri­um von Georg Fried­rich Händel. Danach trotz­ten Melli unk Kilian mit Regen­schirm und Anorak einem Wol­ken­bruch. Blas­mu­si­kan­ten seien eben “mit allen Was­sern gewa­schen”, mein­ten sie, ihre Tracht sei wie “All­wet­ter­rei­fen”. Pas­send dazu: Unter Donner und Blitz, eine Schnell­pol­ka von Johann Strauss.

Zurück in der Gegen­wart der Mehr­zweck­hal­le erkann­ten unsere Mode­ra­to­ren, dass das Publi­kum ihre ganze Reise mit­er­lebt hatte - und dass diese Reise ja eigent­lich die per­fek­te Mode­ra­ti­on gewe­sen war. Mit dem Rock­klas­si­ker Music von John Miles ver­ab­schie­de­te sich die Kapel­le - zunächst.
Denn der Schrank hatte noch einen letz­ten Trumpf im Ärmel: Er spuck­te die kai­ser­li­chen Hohei­ten Franz und Sissi aus. In einer humor­vol­len Ein­la­ge, bei der sogar ein langer Tele­gramm­strei­fen des “Baron Berti” (Post­meis­ter) ver­le­sen wurde, über­brach­ten sie die aller­herz­lichs­ten Glück­wün­sche zum 20-jäh­ri­gen Bestehen. Mit einer Ein­la­dung zum großen Ball­abend und den besten Wün­schen für ein gelun­ge­nes Fest­jahr 2026 endete der Abend. Als pas­sen­de Zugabe gab es dazu noch den Radetz­ky-Marsch. Eine Blas­mu­sik für alle Fälle!

Wei­te­re Bilder finden Sie in unse­rem Foto­al­bum
Hier der Bericht des Frei­sin­ger Tag­blatts vom 16.01.2026

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Gut vor­be­rei­tet ins neue Musikjahr

Pro­ben­auf­takt, Jah­res­pla­nung und erste Auftritte

Am 15. Januar fiel der Start­schuss mit Pro­ben­auf­takt und Work­shop für BLECH + SCHLAGWERK zur baye­ri­schen Saison. Zwei Tage später, am 17. Januar, über­nahm dann das HOLZ den Staf­fel­stab. Für Jubo und Jubo Aka­de­mie begann das Jahr mit einem Eltern­abend - eine Gele­gen­heit für Aus­tausch, Ein­bli­cke und die wich­ti­ge Ver­bin­dung zwi­schen Orches­ter und Elternhaus.

Doch damit nicht genug: Im Hin­ter­grund lief die “unsicht­ba­re Par­ti­tur” auf Hoch­tou­ren weiter. Bespre­chun­gen zur Musik­pla­nung für das Jubi­lä­ums­fest und das Pro­ben­wo­chen­en­de stan­den ebenso an wie eine Vor­stands­sit­zung, eine aus­ge­dehn­te Noten- und Mappen-Sor­tier­ak­ti­on in der Mehr­zweck­hal­le, sowie die Vor­be­spre­chung zur geplan­ten Orches­ter­fahrt. Gerade zu Jah­res­be­ginn zeigt sich immer wieder: Gute Musik und gelun­ge­ne Ver­an­stal­tun­gen ent­ste­hen nicht zufäl­lig. Sie sind das Ergeb­nis sorg­fäl­ti­ger Vor­be­rei­tung. Jeder trägt seinen Teil dazu bei und gemein­sam kann dann daraus Großes entstehen.

Im März stan­den zwei erste Auf­trit­te auf dem Pro­gramm - gewis­ser­ma­ßen zum Auf­wär­men: ein Paten­bit­ten des Mäd­chen­ver­eins Pasen­bach und ein Geburts­tags­ständ­chen. Da beim Paten­bit­ten auch einige aktive Musi­ke­rin­nen aus den Reihen der “Kam­mer­ner Mädles” mit­wir­ken, wurde der Anlass gleich stan­des­ge­mäß mit Blas­mu­sik eröff­net. So beglei­te­ten wir die Pasen­ba­cher Damen mit einem Marsch zum Sport­heim, wo bereits die erste Auf­ga­be des Paten­bit­tens war­te­te. Dabei war ihr Taferl leider unbe­auf­sich­tigt geblie­ben - was unse­rem stets wach­sa­men Posau­nis­ten Micha­el D. aus S. natür­lich nicht ent­ging. Kur­zer­hand brach­te er es “in Sicher­heit” und konnte für den Sommer 2026 eine zünf­ti­ge Brot­zeit für die Blas­mu­sik aushandeln.

Ein trau­ri­ger Anlass führte uns dann in die Pfarr­kir­che Hohen­kam­mer: die Trau­er­fei­er für unse­ren Robert McK­night. Robert war Mit­glied und akti­ver Musi­ker der ersten Stunde - seit 2005, also noch vor der offi­zi­el­len Grün­dung unse­rer Blas­mu­sik. Mit seiner Kla­ri­net­te und seinem herz­haf­ten Lachen wird er vielen von uns immer in Erin­ne­rung bleiben.

Und noch ein wei­te­res Mal musi­zier­ten wir in der Pfarr­kir­che. Am Krie­ger­jahr­tag gestal­te­ten wir den Got­tes­dienst, bevor wir in einem kurzen Umzug zum Krie­ger­denk­mal zogen. Nach der Gedenk­fei­er beglei­te­ten wir die Mit­glie­der des KSV Hohen­kam­mer bei 9 Grad und Nie­sel­re­gen mit Marsch­mu­sik zum Ver­eins­heim des SVH. Die Krie­ger nahmen dort die Abkür­zung über den Hin­ter­ein­gang, wäh­rend die Blas­mu­sik um das Gebäu­de herum marschierte.

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Blas­mu­sik auf großer Orchesterfahrt

Jung und Alt ver­eint, das erste Mal in großer Runde!

Am Frei­tag, den 20. März, star­te­ten wir in ein gemein­sa­mes Orches­ter­wo­chen­en­de. Mit dabei waren das Jugend­blas­or­ches­ter, die große Blas­mu­sik in Kon­zert- und bai­ri­scher Beset­zung sowie die Dele­ga­ti­on. Ziel war die Jugend­sied­lung Hoch­land in Königsdorf.

Im Mit­tel­punkt stand die Vor­be­rei­tung auf unser Jubi­lä­ums­kon­zert im Juni - 20 Jahre Blas­mu­sik Hohen­kam­mer. In einem struk­tu­rier­ten Pro­ben­plan wech­sel­ten sich Gesamt- und Satz­pro­ben ab. Ein beson­de­res Erleb­nis war das Musi­zie­ren in großer Runde mit rund 50 Musi­kern - Jung und Alt erst­mals ver­eint. Für Gän­se­haut sorgte das erste Anspiel unse­res neuen Jubi­lä­ums­mar­sches, kom­po­niert von unse­ren “Jungs aus der Baroneßstraße”.

Auch das Mit­ein­an­der kam nicht zu kurz: Der Frei­tag klang mit einem gemein­sa­men Bour­rée-Tanz aus. Am Sams­tag gab es einen Erleb­nis­spa­zier­gang mit Grup­pen­auf­ga­ben, wie dem Legen des Blas­mu­sik­lo­gos mit Natur­ma­te­ria­li­en. Und auch der Sams­tag­abend stand ganz im Zei­chen der Krea­ti­vi­tät: Ein buntes Pro­gramm mit Musik, Spie­len und Bei­trä­gen aus den eige­nen Reihen sorgte für beste Stim­mung. Zudem wurde in einer Abstim­mung der Name für den neuen Marsch fest­ge­legt. Anschlie­ßend ließen wir den Abend im “Stüberl” ausklingen.

Wie schon am Sams­tag, star­te­ten wir in den Sonn­tag mit einem musi­ka­li­schen Weck­ruf unse­rer Jugend. Nach dem Früh­stück und den Vor­mit­tags-Proben endete das Wochen­en­de mit einer gemein­sa­men Refle­xi­on und einem obli­ga­to­ri­schen Grup­pen­fo­to. Voller Moti­va­ti­on und gestärk­tem Gemein­schafts­ge­fühl kehr­ten wir schließ­lich nach Hohen­kam­mer zurück.

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Diese Chro­nik werden wir selbst­ver­ständ­lich fortsetzen!