Das geht ja schon gut los!

Auf­re­gung im Holz! („Holz“-kurz für Holz-Regis­ter, bestehend aus Saxo­pho­nen, Kla­ri­net­ten und Quer­flö­ten) Aber warum?

Kurz vor Beginn unse­rer dies­jäh­ri­gen Neu­jahrs­se­re­na­de meint unser musi­ka­li­scher Leiter Helmut Frank, das Holz könnte sich doch heuer mal rich­tig rum setzen, näm­lich so, wie es im Orches­ter üblich ist. – Vom Diri­gen­ten aus gese­hen rechts sitzen also die Quer­flö­ten, links die Kla­ri­net­ten. Die letz­ten Gedan­ken, wie sich die neue Sitz­ord­nung wohl aus­wir­ken würde, sind noch nicht zu Ende gedacht, da geht es schon los:

Vor­hang auf! Thea­ter muss sein“

Doch schon folgt die nächs­te Auf­re­gung – dies­mal im Publi­kum! Einige Besu­cher sind mit ihrer ursprüng­li­chen Platz­wahl nicht zufrie­den und suchen sich, beglei­tet von mür­ri­schen Kom­men­ta­ren ande­rer Gäste, neue Plätze. Der Vor­hang öffnet sich erneut, Helmut Frank hebt den Takt­stock und … sowas hat es ja noch nie gege­ben… zwei ältere Damen betre­ten den Saal und bestehen darauf, „ihre“ Plätze ein­zu­neh­men! Die Umsetz­ak­ti­on beginnt von vorne! Ein herr­li­ches Thea­ter!

Nun kann der musi­ka­li­sche Teil begin­nen und somit auch wieder die quä­len­den Gedan­ken im Holz. Doch nach dem gran­dio­sen „Ein­zugs-marsch“ aus der Oper „Der Zigeu­ner­ba­ron“ und einem wun­der­ba­ren Medley aus dem Film „Im weißen Rössl“ sind auch die letz­ten Zwei­fel ver­flo­gen. Das gesam­te Orches­ter freut sich jetzt auf das Lied „Last Rose of Summer“ aus der Oper „Martha“ mit einem her­vor­ra­gen­den Solo von Xaver Sailer. Emo­tio­nal wird es nun mit einem Medley aus der Rock­oper „Jesus Christ Super­star“, in der die letz­ten sieben Tage im Leben Jesu musi­ka­lisch erzählt werden.
Für das nächs­te Stück über­nimmt Man­fred Burg­hardt den Takt­stock, um den Chor des Lie­der­hort Fide­li­tas zusam­men mit der Blas­mu­sik zu diri­gie­ren. Frisch und lustig geben die Sän­ge­rin­nen und Sänger den „Chor der Land­leu­te“ aus der Oper „Die ver­kauf­te Braut“ zum Besten. Im Anschluss erklin­gen alter­tüm­lich anmu­ten­de, jedoch als Kunst­spra­che ver­fass­te Töne im Lied „Con­quest of Para­di­se“, das erst durch die Ver­wen­dung bei der Welt¬meisterschaft im Boxen 1994 Berühmt­heit erlang­te.
Einen herr­li­chen Abschluss der Sere­na­de bildet das Lied „I will follow him“ aus der US-Film­ko­mö­die „Sister Act“, gesun­gen vom Lie­der­hort Fide­li­tas zu Tönen der Blas­mu­sik Hohen­kam­mer. Ein beson­de­rer Hin­gu­cker dabei sind natür­lich die drei „geist­lich-rhyth­mi­schen Solis­ten“ Hans Moos­bur­ger, Stefan Moos­bur­ger und Stefan Neu­mei­er. Zwei Zuga­ben, näm­lich das nea­po­li­ta­ni­sche Lied „Funi­cu­li, Funi­cu­la“ und der „Abend­se­gen“ aus der Oper „Hänsel und Gretel“ runden die Neu­jahrs­se­re­na­de 2018 ab!

Der Vor­hang schließt sich und was bleibt, sind wun­der­schö­ne Erin­ne­run­gen an einen wun­der­ba­ren Abend!

Ein großer Dank gilt dabei natür­lich unse­ren beiden Diri­gen­ten Helmut Frank und Man­fred Burg­hardt! Ebenso herz­lich danken möch­ten wir auch der Thea­ter­grup­pe des Burschen¬vereins Hohen­kam­mer, die den Abend durch ihre gelun­ge­nen Mode­ra­ti­ons­ein­la­gen abge­run­det haben!

In diesem Sinne …. ja, es ging gut los!

Bilder von der Neu­jahrs-Sere­na­de finden Sie in unse­rem Foto­al­bum